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SK "Denkmalgerechtes Tauchen"
Juli
2010
Unentdeckte Wracks und versunkene Schätze in der
Karibik ...
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das zu finden ist der meist unerfüllte Traum eines jeden
Sporttauchers. Doch bieten auch unsere heimischen Gewässer eine
Vielzahl von noch unentdeckten Kulturgütern, die uns als Zufallsfund
vor die Taucherbrille kommen können.
Und da ist so einiges geboten - von Bebauungen,
Stegen, Fischreusen und Fahrzeugen bis hin zu Gebrauchs-gegenständen
und antiken Waffen. Das Problem ist nur, dass all dies meist unter
einer dicken Schlickschicht versteckt ist und durch Erosion
plötzlich freigelegt wird.
Dass das Erkunden und Betauchen eines sog.
archäologischen Denkmals jedoch große Vorsicht und Sachkenntnis
erfordert, versteht sich für jeden verantwortungsvollen Sporttaucher
von selbst, soll doch durch die Ausübung unseres Sportes keinerlei
Schaden an der Unterwasserwelt entstehen.
Die erforderlichen Kenntnisse für das sachgerechte
Betauchen eines archäologischen Denkmals kann in dem
VDST-Spezialkurs (SK) „Denkmalgerechtes Tauchen“ vermittelt. Leider
wird dieses Seminar sehr selten angeboten, da es in Bayern hierfür
nur 3 berechtigte Ausbilder gibt.
Am 17. und 18. Juli 2010 hatten wir die Gelegenheit,
dass unser Vereinsvorstand und Ausbildungsleiter Karl diesen
Spezialkurs durchführte.
Am ersten Tag stand zunächst die Theorie auf dem
Lehrplan mit den Schwerpunkten:
-
Kulturgut unter Wasser – was
sind archäologische Relikte, denn nur was man erkennt, kann man
auch schützen.
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Taucherische Voraussetzungen für einen denkmalgerechten
Tauchgang - sachgerechtes Ankern neben dem Denkmal und perfektes
Tarieren
-
Konservierung und Altersbestimmung – Schutz des Fundes im
Wasser/Sediment; Methoden der Altersbestimmung
-
Recht und Ethos – Gesetzgebung zu Kulturgüter unter Wasser
national und international; Verhalten bei Fund; Souvenirjäger –
Schatzjäger – Grabschänder
-
Fundmeldung – Ortsbeschreibung; Wiederfindungsmethoden;
Verhalten bei Fund gegenüber Dritten
Am zweiten Tag fand die Praxis am Plansee statt. Ein
alter Schlitten in 14 m Tiefe diente als Übungsobjekt und es galt
durch perfektes Tarieren mit Beinhochlage und Fortbewegung im
Froschstil den Fund in allen wesentlichen Details in einem
gebührenden Abstand auf Schreibtafel zu dokumentieren.
Zum Abschluss
war dann noch die genaue Position durch eine Kreuzpeilung an der
Oberfläche zu bestimmen, um den „Fund“ auch wiederfinden zu können.
Dieses Seminar hat alle Teilnehmer für eine
hochinteressante Nische unseres Tauchsports sensibilisiert, in die
wir jederzeit und überraschend gelangen können.
Bilder:
Volker Sporck, Martin Hübner |